Konstruktion: Nomina_Instrumenti:N(V-e)

Sie will diese immer schnellere Tandemfahrt in die Zukunft nicht mitmachen. Sie tritt auf die
{
KE:BasisBrems
eKE-lex:e
}
. Dann reißt die Kette.

AF004C...13AD43
Ruth Ciesinger: "Die Menschen wissen, so wie früher wird es nicht mehr". Der Tagesspiegel, 18.05.2026.

Kurzname der Konstruktion:

Nomina_Instrumenti:V-e

Diese Konstruktion ist Teil der Konstruktionsfamilie Derivation:N(V_Suffix)

Die Konstruktion wird in der Literatur bzw. in Grammatiken auch thematisiert unter:

Konstruktionstyp:

Morphologische Konstruktion

Morphologische Konstruktion: Wortbildung

Struktur/Form der Konstruktion:

V-e

Die Konstruktion (Kxn) Nomina_Instrumenti:N(V-e) gehört zu der Familie Derivation:N(V_Suffix) und stellt ein gängiges Wortbildungsmuster im Deutschen dar, bei dem ein Nomen Instrumenti durch Suffigierung eines Verbstamms gebildet wird (vgl. Fleischer/Barz 2012: 195). Die Derivate sind Feminina und bezeichnen „Gegenstände nach der Tätigkeit, die mithilfe dieser Gegenstände ausgeführt werden kann“ (Fleischer/Barz 2012: 124). Bei dieser Kxn handelt es sich um eine Transposition, d.h. um eine Wortbildung mit Wortartwechsel (hier vom Verb zum Substantiv).

Die Kxn besteht aus dem lexikalisch festen Kern-Konstruktionselement (KE-lex) -eKE-lex:e und dem internen Kern-Konstruktionselement (Kern-KE) KE:BasisBasis.

Morphosyntaktische Komplexität & Kategorie

komplexes WortDerivation
Schematizität Idiomatizität Beschränkungen
0.5 unidiomatisch ja (formseitig)

Konstruktionselemente (KE) Kern Konstruktionselemente mit lexikalisch festen Instanzen (KE-lex)

e

Bei dem KE-lex -eKE-lex:e handelt es sich um ein kategorieveränderndes Suffix, das an eine verbale KE:BasisBasis angehängt wird und mit dieser ein Nomen Instrumenti bildet.

Evoziert die folgenden Frames:

Beispiel:

‚ Der König reichte mir die Hand zum Kuß und ließ mich auf den Parkettboden niederknien. Er fragte mich , warum ich den Arm in der
{
KE:BasisBind
eKE-lex:e
}
trüge – ( dies war vorher vereinbart worden ) – und ich antwortete ihm , ich hätte Rheumatismus . ‘ Branicki ‚ hatte sich während meiner Krankheit regelmäßig jeden Tag nach meiner Gesundheit erkundigen lassen und mir meinen Degen zurückgeschickt ‘ , er bot ihm seine Freundschaft an . Er brauchte noch sechs Wochen zur Gesundung.

E9F856...61F2FF
Giacomo Casanova. In: Wikipedia: Die freie Enzyklopädie. 31.03.2026.
Der gelenkschonende Laufsport ist so ziemlich für alle Alters- und Gewichtsklassen geeignet. Zwei Fliegen mit einer
{
KE:BasisKlatsch
eKE-lex:e
}
: Waldbaden und Nordic Walking . Zahl des Tages

A029D1...053F36
Jeannette Hagen: Von wegen "Hausfrauensport". Der Tagesspiegel, 11.05.2026.

Konstruktionselemente (KE) Kern Weitere Konstruktionselemente (KE)

Basis

Das Kern-KE KE:BasisBasis wird stets durch einen Infinitivstamm realisiert. Zusammen mit dem Suffix -eKE-lex:e bildet die verbale KE:BasisBasis ein Nomen, das als „Mittel eines Geschehens“ (Motsch 1999: 427) beschrieben werden kann.

Evoziert die folgenden Frames:

Beispiel:

Im deutschen Binnenverkehr werden die EN-Züge nach dem IC/EC-Preis (Produktklasse B) tarifiert. Zusätzlich zum Fahrschein sind entsprechend der Komfortklasse ( Sitz ,
{
KE:BasisLieg
eKE-lex:e
}
, Bett ) Aufpreise zu lösen . Teilweise werden durch einzelne Bahngesellschaften auch Globalpreise (DB SparNight, ÖBB SparSchiene) ausgegeben.

C64946...41B8F4
EuroNight. In: Wikipedia: Die freie Enzyklopädie. 26.03.2026.
Die anderen Gäste verstummen und gucken gebannt, wie die rote Sauce auf das Nudelnest fließt. Dann nimmt der Kellner die
{
KE:BasisReib
eKE-lex:e
}
und verkündet : Jetzt kommt der Parmesan.

C017A7...DD7D36
Susanne Kippenberger: Jungbrunnen. Der Tagesspiegel, 30.08.2025.

Typische Realisierungen:

V

Kern-KE-Sets
Basis

Konstruktionselemente (KE) Nicht-Kern

Konstruktionselemente (KE) Korrelierende Elemente (KorE) exemplarisch

Fleischer, Wolfgang / Barz, Irmhild (2012): Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache, 4., völlig neu bearb. Aufl., Berlin/Boston: De Gruyter.
Motsch, Wolfgang (1999): Deutsche Wortbildung in Grundzügen. Bd. 8, Schriften des Instituts für deutsche Sprache, Hans-Werner Eroms, Gerhard Stickel (Hrsg.), Berlin/New-York: De Gruyter.