Konstruktion: Taxation:N(Ur-N)
Diese Konstruktion ist Teil der Konstruktionsfamilie Derivation:N(Präfix_X)
Die Konstruktion wird in der Literatur bzw. in Grammatiken auch thematisiert unter:
Konstruktionstyp:
Morphologische Konstruktion
Morphologische Konstruktion: Wortbildung
Struktur/Form der Konstruktion:
Ur-N
Die Konstruktion (Kxn) Taxation:N(Ur-N) gehört zu der Form-Familie Derivation:N(Präfix_X) und stellt ein gängiges Wortbildungsmuster im Deutschen dar, bei dem ein Substantiv durch das Präfix ur- modifiziert und ein neues Substantiv gebildet wird (vgl. Fleischer/Barz 2012: 260). Die Kxn bezeichnet das Basissubstantiv als das erste oder chronologisch vorhergehende (vgl. Fleischer/Barz 2012: 261), z.B. Urmensch, Ursprache, Urwelt. Daneben unterscheidet Motsch (1999) eine weitere Bedeutung, die das Derivat als „ grundlegend, vorbildlich oder typisch für die ganze Klasse“ (ebd.: 370) beschreibt, z.B. Urberliner, Urgefühl, Uridee. Diese nicht-chronologische Lesart bezieht sich bei Fleischer und Barz (2012) auf psychische Phänomene (Urerlebnis, Urangst) und wird als „psychisch tieflegend“ charakterisiert (ebd.: 260).
Die Kxn umfasst das lexikalisch feste Kern-Konstruktionselement (KE-lex) Ur-KE-lex:Ur und das interne Kern-Konstruktionselement (Kern-KE) KE:BasisBasis.
Morphosyntaktische Komplexität & Kategorie
| komplexes WortDerivation |
| Schematizität | Idiomatizität | Beschränkungen |
|---|---|---|
| 0.5 | unidiomatisch | ja (formseitig) |
Konstruktionselemente (KE) Kern Konstruktionselemente mit lexikalisch festen Instanzen (KE-lex)
| Ur |
Das KE-lex Ur-KE-lex:Ur ist ein indigenes Präfix, das sowohl mit Simplizia (Uridee, Urform) als auch mit komplexeren KE:BasisBasen (Urgroßmutter, Ureuropäer) verwendet wird. Evoziert die folgenden Frames: Beispiel: Im Dezember 1985 waren in Warschau Ausstellungen, Aufführungen aus ganz Polen und ein internationales Symposion Witkiewicz gewidmet:
dem { des absurden und Theoretiker eines über-realistisch formalisierten Theaters , Geistesvater von Ionesco und Gombrowicz , dem poetischen und philosophischen Vorfahr so unterschiedlicher Künstler wie Tadeusz Kantor oder auch Robert Wilson .
UrKE-lex:Ur KE:Basisautor |
Konstruktionselemente (KE) Kern Weitere Konstruktionselemente (KE)
| Basis | |
Bei dem Kern-KE KE:BasisBasis handelt es sich um Substantive, an die das Präfix ur-KE-lex:Ur angehängt wird. Zusammen mit dem KE-lex bilden sie eine Einheit, die einen Ausgangspunkt oder einen Prototyp für andere Entitäten gleicher Art bezeichnet. Bei den Basen, die auf Familienbeziehungen verweisen, bedeutet das Derivat nicht 'der/die Erste in der Generation', sondern verweist auf um eine Generation zurück- oder fortliegende Relation (a, b): a) Kempf entstammt einem alten Rittergeschlecht, welches seine Ursprünge im Elsass hat.
Auch sein Vater , Grossvater und { trugen den Vornamen Hippolyt , welcher die Bedeutung der vom Pferd Gefallene hat .
Während der Anfänge seiner Sportlerkarriere arbeitete er im Sportgeschäft seiner Eltern.
UrKE-lex:Ur KE:Basisgrossvater b) Milka wiederum war über ihren Sohn Betuël die Großmutter Rebekkas.
Rebekka war die { von Haran und folglich auch eine Großnichte 2 . Grades von Isaak .
In der Erzelternerzählung finden sich weitere Beispiele für eng verflochtene Verwandtenheiraten, die in den Stammesgesellschaften des Nahen Ostens im 1. vorchristlichen Jahrtausend verbreitet waren.
UrKE-lex:Ur KE:Basisenkelin Evoziert die folgenden Frames: Beispiel: – Seit 1950 veröffentlichte Sommer bis 1981 die Hausnachrichten.
Sommers Buch „ Das { der natürlichen Ernährung “ erschien bis 1972 in drei Auflagen .
Es enthielt radikale Vorschläge zu Wirtschafts- und Sozialreformen.
UrKE-lex:Ur KE:Basisgesetz Typische Realisierungen: N | |
| Kern-KE-Sets | |
|---|---|
Basis | |
Konstruktionselemente (KE) Nicht-Kern
Konstruktionselemente (KE) Korrelierende Elemente (KorE) exemplarisch